Die Pension ist immer noch beliebt

Eine der ältesten Möglichkeiten zu übernachten ist die Pension. Hinter dem etwa verstaubtem Begriff verbirgt sich eigentlich nichts anderes als das, was heute ein AirBnB ist. Mit dem kleinen Unterschied, dass eine Pension als solche angemeldet ist und gewisse gesetzliche Auflagen befolgt. Die klassische Pension ist ein Familienbetrieb, meistens in einem Wohnhaus, in dem ein oder mehr Zimmer zur Übernachtung vermietet werden. Diese werden oft als Fremdenzimmer bezeichnet. Die Pension ist den englischen Bed-and-Breakfast-Angeboten sehr ähnlich.

Die Leistungen in einer Pension sind eingeschränkt. Früher mussten sich Gäste noch Bad und Toilette auf dem Gang teilen, es gab keinen Fernseher und natürlich kein Internet. Heute ist das anders, selbst kleine Pensionen haben heute einen Flachbildschirm und eine Nasszelle. Hier und da kann man aber im ländlichen Bereich noch das Gemeinschaftsklo finden.

Für den Gast bietet die Pension viele Vorteile: Die Zimmer sind meistens preiswerter als im Hotel und man bekommt einen sehr persönlichen Service. So kann man der Familie, die die Pension führt, zusagen, dass man gerne die Einladung zum gemeinsamen Abendessen annehmen möchte. In einem Hotel ist das undenkbar.

Nur eine Gewerbeanmeldung notwendig

Für die Pensionsinhaber ist es einfacher, einen kleinen Beherbergungsbetrieb zu führen, weil es weniger Auflagen gibt. Da im Hotel garni, wie es manchmal genannt wird, keine Küche vorhanden ist, muss diese nicht abgenommen werden. Außerdem muss man, da man Speisen und Getränke nur an Hausgäste abgibt, keine Genehmigung für einen Restaurantbetrieb beantragen. Es reicht eine normale Anmeldung als Gewerbe.

Viele Pensionen sind beliebt, weil sie für Dauergäste eine gute Alternative zu einer Mietwohnung darstellen. Der klassische Gast ist der Vertreter, der eine Zeitlang in einer bestimmten Region unterwegs ist. Heute sind es Berater, die für einen Monat in einem Unternehmen tätig sind und dann zum nächsten Kunden ziehen. Oft sind Arbeiter zu Gast, die auf Montage für ein Bauprojekt in die Gegend gekommen sind.